Wirtschaftsleistung der Jagd nähert sich der Milliardengrenze

Neue volkswirtschaftliche Studie bestätigt 731 Mio. € Wertschöpfungsbeitrag der Jagd – dazu werden jährlich rund 240 Mio. € ehrenamtliche Jagdleistungen erbracht.

Im folgenden Beitrag geht es um den Wirtschaftsmotor JAGD und um die ehrenamtlichen Leistungen der Jagd.  Zu den ehrenamtlichen Leistungen (die in Stunden gemessen und bewertet wurden) zählen der Zeitaufwand für die Regulierung von Schalenwild, Raubwild, Niederwild und Federwild, und die aufwendige und leidenschaftliche Lebensraumpflege. Ebenso wurde bei den ehrenamtlichen Leistungen das Thema Fallwildbeseitigung und der zeitliche Aufwand für die Schaffung und Erhaltung von Reviereinrichtungen berücksichtigt. (Quelle www.jagdfakten.at)

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Die Jagd in Österreich trägt durchschnittlich rund 731 Mio. pro Jahr zur Wertschöpfung am regionalen Bruttoinlandsprodukt bei. Das ist das Ergebnis einer Studie des renommierten emeritierten Univ.-Prof. für Volkswirtschaft, Dr.Dr.mult. Friedrich Schneider. Darüber hinaus erbringt die Jagd nach internen Schätzungen des Dachverbandes „Jagd Österreich“ ehrenamtliche Leistungen im Wert von etwa 240 Mio. Euro. Damit nähert sich die Wirtschaftsleistung, welche durch die etwa 127.000 Mitglieder der Landesjagdverbände erbracht wird, der Milliardengrenze.

Rund 7,3 Milliarden Euro hat der Effekt der Jagdwirtschaft auf das Bruttoinlandsprodukt sowie rund 3,1 Milliarden jener auf das Masseneinkommen in den vergangenen zehn Jahren betragen. Dadurch konnten 58.872 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden. Darüber hinaus leistete die Jagd im betrachteten Zeitraum 1,4 Milliarden an indirekten und 1,2 Milliarden an direkten Steuern und Sozialabgaben. „Diese volkswirtschaftliche Analyse fördert die positiven und quantitativ beträchtlichen ökonomischen Auswirkungen der Jagd in Österreich eindeutig zutage. Damit profitiert der Staat bzw. indirekt die Gesellschaft in mehrerer Hinsicht von dem Bestand bzw. der Existenz der Jagdwirtschaft am Standort Österreich“, sagt Studienautor Friedrich Schneider.

Hohe wirtschaftliche Bedeutung der Jagd
„Diese Berechnungen bestätigen, welch hohe wirtschaftliche Bedeutung die Jagd in Österreich hat. Denn zu diesen volkswirtschaftlich berechenbaren Ausgaben und Effekten durch die Jagdwirtschaft müssen wir noch die unbezahlten, also ehrenamtlich erbrachten Stunden der etwa 127.000 Mitglieder unserer Landesjagdverbände hinzurechnen“, so der geschäftsführende Landesjägermeister DI (FH) Anton Larcher. „Hier gehen wir nach internen Schätzungen von etwa 10,6 Millionen ehrenamtlichen Stunden pro Jahr aus. Das entspricht der Leistung von etwa 5.300 Berufsjägern im selben Zeitraum. Dadurch  erbringen wir Jägerinnen und Jäger rund 240 Mio. Euro an Jagdleistungen für die Allgemeinheit bzw. erspart sich die öffentliche Hand jedes Jahr diesen Betrag.“

Jagd ist für nachhaltige Landnutzung unverzichtbar
Abschließend wird in der Studie festgehalten, dass die quantitative und wirtschaftliche Bedeutung der Jagdwirtschaft „nicht nur aus der Vermarktung von Fleischprodukten besteht, sondern zu einem Großteil den Biotoppflegemaßnahmen und der Betreuung und Erhaltung des heimischen Tier- und Wildbestandes dient.“ In dem Zusammenhang weist die Untersuchung auch jährliche Zahlungen von rund 67,22 Mio. Euro für Jagdpacht und Abschussgebühren an Grundeigentümer sowie von etwa 44,82 Mio. Euro für Biotoppflegemaßnahmen durch die Jägerschaften aus. Die Ausgaben zur Erzeugung von hochwertigem Wildbret betragen rund 34 Mio. Euro pro Jahr.

Weidmannsheil

JAGAHANS

 

 

Quellen:

sujetfoto pixabay

 

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