Fuchsräude – Gefahr für Hund und Mensch

Warntafeln weisen immer öfter auf die Gefahr von Fuchsräude hin.

Unter Fuchsräude versteht man eine hochansteckende parasitäre Hauterkrankung, die von Räudemilben (Sarkoptes-Milben) verursacht wird.

Betroffene Füchse leiden unter Haarausfall und massivem Juckreiz, der so stark sein kann, dass sie sich Selbstverletzungen zufügen. Die geschädigte Haut ist zusätzlich empfänglich für Bakterien, die die Symptome noch verschlimmern und innerhalb von 3 Monaten zum Tod des Fuchses führen.

Wie auch für den Fuchs kann die Räude für den Hund schwere Folgen haben.

Für eine Ansteckung des Hundes reicht ein kurzer Kontakt mit einem erkrankten Fuchs oder auch der Kontakt mit einer Liegestelle eines erkrankten Fuchses.

Wenn Hundebesitzer bei ihrem Hund Räude-typische Symptome feststellen (Hautrötungen, Fellverlust, Pusteln, offene blutige Stellen etc.) sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Meist werden zur Behandlung Medikamente in Form von Kautabletten verabreicht.

Potenziell kontaminierte Bereiche wie zum Beispiel Hundedecken, Bürsten, Spielzeug müssen gründlich gereinigt werden, damit die Milben aus dem Gefahrenbereich des Hundes gebracht werden.

Auch beim Menschen besteht eine Ansteckungsgefahr. In diesem Fall spricht man von einer „Pseudo-Krätze“ die ebenfalls zu Juckreiz führt. Vor allem Hautstellen die häufig mit dem Hund in Kontakt sind (z. B. Arme) sind vom Juckreiz betroffen. In aller Regel verschwinden die Symptome beim Menschen relativ schnell – ein Gang zum Arzt kann dennoch ratsam sein.

In Gebieten mit gemeldeten Fuchsräudefällen ist es besonders wichtig, dass Hunde an der Leine geführt, und Wege nicht verlassen werden.

Eine regelmäßige Parasitenkontrolle und besondere Wachsamkeit in Gebieten mit Fuchsräude sind die Basis für einen entspannten Spaziergang mit Ihrem vierbeinigen Freund.

JAGAHANS

Quellen:

FOTO: Fuchsräude-Tafel der Steirischen Landesjägerschaft

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